Berliner Stadtmagazin

Archenhold-Sternwarte Berlin

1896 - das Gründungsjahr der Archenhold-Sternwarte

Foto: Frank Michael Arndt

Ihr Wahrzeichen ist das riesige Fernrohr, das längste Linsenfernrohr der Erde. Es ist 21 Meter lang.
Ursprünglich war das Fernrohr nur als Ausstellungsstück auf der Berliner Gewerbeausstellung 1896 gedacht. Mit der Genehmigung, das Fernrohr "bis auf weiteres" im Treptower Park stehen lassen zu dürfen, war de facto die Sternwarte als Volkssternwarte gegründet worden. Betreiber wurde der "Verein der Freunde der Treptow-Sternwarte e.V.". Friedrich Simon Archenhold wurde Vorsitzender des Vereins.

Im Holzbau des Ausstellungsgebäudes wurde der Betrieb der Sternwarte aufgenommen. Vorhanden waren eine astronomische Ausstellung, ein Vortragsraum und sogar eine kleine Bibliothek.

Die Sternwarte wurde von den Berlinern schnell angenommen. Vor allem kamen Schulklassen bald in großer Zahl in die Sternwarte. Das bestärkte Archenhold in seiner Gewissheit, dass die Sternwarte einen wichtigen Beitrag zur Volksbildung in Berlin leistet.
Leider führte es nicht dazu, dass sich der Magistrat, namentlich das Hauptschulamt, stärker finanziell am Unterhalt des Instituts beteiligte. Archenhold war also nach wie vor fast ausschließlich auf Eintrittsgelder und Spenden angewiesen.

Das längste bewegliche Linsenfernrohr der Erde

Foto: E Rothenberg Archenhold-Sternwarte

Das längste bewegliche Linsenfernrohr der Erde ist 21 Meter lang und ist bis heute Anziehungspunkt der Archenhold-Sternwarte. Indirekt verdankt es seine Entstehung der Gewerbeausstellung von 1896.

Ein junger Wissenschaftler, er hieß Friedrich Simon Archenhold, wollte das Unmögliche. Er wollte ein großes leistungsfähiges Fernrohr bauen, mit dem es möglich sein sollte, auch weiter entfernte Objekte zu beobachten.

Trotz vieler Schwierigkeiten finanzieller und technischer Natur ist es F. S. Archenhold gelungen, wenn auch verspätet, sein Fernrohr 1896 auf der Gewerbeausstellung zu zeigen.

Die Berliner kamen in Scharen. Mit Zustimmung des Magistrats durfte es nach Beendigung der Ausstellung bis auf weiteres stehen bleiben.

Technische Daten:

Objektivdurchmesser 68 cm, bewegliche Gesamtmasse 130 Tonnen Vergrösserung: 210-fach, Aufgrund seiner hohen Vergrößerung ist das Fernrohr vor allem für Beobachtungen von Mond und Planeten geeignet.

Das Fernrohr steht nicht, wie üblich, unter einer Kuppel, da diese einen Durchmesser von fast 50 Metern haben müsste. Einziger Wetterschutz ist ein abfahrbares Dach, sowie ein äußerer zylinderförmiger Schutzmantel um den eigentlichen Fernrohrtubus.

Das Große Fernrohr ist eine technische Meisterleistung seiner Zeit und steht heute unter Denkmalschutz.

Die Archenhold-Sternwarte heute

Foto: Frank Michael Arndt

Die Archenhold-Sternwarte bietet ein vielfältiges Programm für alle Altersklassen. Führungen zu unterschiedlichsten Themen, Vorträge und Beobachtungen am Fernrohr können Sie hier erleben.

Neu gestaltete Ausstellungen unter dem Motto "Astronomie ist Beobachten und Messen" finden Sie im Erdgeschoss der Sternwarte. Wechselnde Sonderausstellungen widmen sich der Entwicklung der Astronomie und beleuchten unterschiedliche Schwerpunkte.

Auf dem Dach erwartet Sie der »Große Refraktor«, das längste Linsenfernrohr der Welt. Auch der historische Einstein-Saal, das Zeiss-Kleinplanetarium und ein gewaltiger Eisen-Meteorit zählen zu den Attraktionen der Archenhold-Sternwarte.

Die Archenhold-Sternwarte leistet wesentliche Beiträge zur astronomiehistorischen Forschung. Aktueller Forschungsschwerpunkt ist das Erschließen und Verständnis historischer astronomischer Praxis.

Während sich die wissenschaftshistorische Forschung bisher eher auf die theoretischen und mathematischen Grundlagen der Astronomie konzentriert hat, steht hier das Beobachten und Messen im Vordergrund.

Forschungsschwerpunkte:

Bestand astronomischer Instrumente in den Sammlungen Deutschlands
Rekonstruktion astronomischer Bauten und deren Umfeld
Beobachtung des Perlschnurphänomens
Zählteleskop und Messdatensammlung


Bibliothek und Archiv:
Die Archenhold-Sternwarte ermöglicht Forschung mit den folgenden Resourcen:

30.000 bändige Bibliothek zur Dokumentation der Popularisierung der Astronomie seit dem späten 19. Jahrhundert. Ansprechpartner: Herr Fürst
Archiv zur Dokumentation der Geschichte der Archenhold-Sternwarte und des Zeiss-Großplanetariums. Ansprechpartnerin: Frau Proschitzki
Online-Bibliographie der Astronomie bis 1700. (in Arbeit)


Schriftenreihe:
Die Archenhold-Sternwarte gibt eine deutschsprachige astronomiehistorische Schriftenreihe, die „Beiträge zur Astronomiegeschichte“, heraus.
Diese Schriftreihe wendet sich sowohl an die astronomiehistorisch interessierte Öffentlichkeit als auch an den versierten Fachwissenschaftler.

Orte in der Nähe

Archenhold-Sternwarte

Archenhold-Sternwarte

Alt-Treptow 1
12435 Berlin - Bezirk Treptow-Köpenick

 

 

 

 

Die Archenhold-Sternwarte – romantisch inmitten des Treptower Parks gelegen – ist die älteste und größte deutsche Volkssternwarte. Seit 1896 können hier Interessierte durch das mit 21 m längste Linsenfernrohr der Erde die Wunder des Weltalls während der Beobachtungssaison im Winter bestaunen.

In den Ausstellungsräumen bietet sich ein sehenswerter Überblick über die Gesamtgeschichte der Astronomie von ihrem frühen Anfang im alten Babylon bis zur Astronomie unserer Zeit. Moderne Zeiss-Teleskope werden für die Beobachtungsabende und bei Sonderveranstaltungen eingesetzt. Im Kleinplanetarium kann den Besuchergruppen der künstliche Sternhimmel bei jeder Witterung gezeigt und erläutert werden.

Während der Sommermonate werden regelmäßig Sonnenbeobachtungen im Sonnenphysikalischen Kabinett der Sternwarte durchgeführt. Beliebt sind die „Sternstunden für Nachtschwärmer“ in den Sommermonaten, in denen die Objekte der Sommerhimmels erläutert und beobachtet werden.

Öffentliche Führungen sind Do 20.00 Uhr, Sa und So jeweils 15.00 Uhr.
Jeden Samstag 14.00 Uhr Kinderprogramm "Als der Mond zum Schneider kam",
öffentliche Beobachtungen im Winterhalbjahr freitags, 20.00 Uhr.

Führungen für Schulklassen und Gruppen:

Mo - Fr nach Voranmeldung.
Die Sternwarte öffnet jeweils 30 min vor Beginn jeder Veranstaltung.

Voranmeldung und Informationen

Mo. - Fr. 8.00 bis 15.00 Uhr oder telefonisch unter 030-536 063 719.
 
Eintrittspreise

Besichtigung des himmelskundlichen Museums    

kostenfrei

Öffentliche Führung, Vortrag    

6,00 €, erm. 3,00 €

Beobachtungsveranstaltungen    

6,00 €, erm. 3,00 €

Sonderpreis für Schulgruppen

pro Person     2,00 €

 


Ermäßigungsberechtigt sind u.a.:

Vorschüler, Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger, Erwerbslose, Schwerbehinderte, Wehrpflichtige und Zivildienst leistende, angemeldete Gruppen ab 10 Pers. (Preis p. P.).

Inhaber eines Schülerausweises haben ab 15.00 Uhr freien Eintritt zur Besichtigung des Himmelskundlichen Museums.

Angemeldete Kindergruppen ab 10 Kindern erhalten eine Ermäßigung zum Schulklassenpreis.

Für Sonderveranstaltungen gelten besondere Preisfestlegungen.

Anfahrt mit S-Bahn und BVG:
S-Bahn S 8, S 9 bis Bf. Plänterwald oder S41, S42 bis Treptower Park.
Busse 166, 265, 365: Haltestelle Alt-Treptow

Ausstellungen

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Figurentheater Grashüpfer im Treptower Park

Figurentheater Grashüpfer im Treptower Park

Puschkinallee 16a
12435 Berlin - Bezirk Treptow-Köpenick

Das Figurentheater Grashüpfer ist eine von etwa zehn kleinen intimen Spielstätten für Puppentheater in Berlin und liegt mitten im Treptower Park.
Seit dem 1.Juni 1997, dem Tag, an dem zum ersten Mal die Pforten diese Hauses geöffnet wurden, fanden jährlich etwa 10.000 Besucher den Weg in diese gemütlichen Räume.
Wir begrüßen gern Menschen von 3 bis 100, denn dem Zauber des Puppenspiels zu erliegen, ist an kein Alter gebunden. Und, wer einmal miterlebt hat, wie sehr gerade die Jüngsten in einem Stück mitfiebern, der weiß auch, dass damit der Grundstein für eine spätere Begegnung mit der Kunst gelegt wird.
Fast fünfzig Puppenspielsolisten und -gruppen betraten inzwischen die Bühne des Grashüpfertheaters und zeigten ihre Kunst. Sie führen ihre Stücke mit Marionetten, Schatten- oder Stabpuppen, mit traditionellen Handpuppen oder als moderne freie Animation von Objekten auf. Für jeden Zuschauer findet sich etwas.
Wachsender Beliebtheit erfreut sich das Theaterbasteln und das Scheuseln nach den Vorstellungen. Beim Herstellen von einfachen Masken, Finger-, Hampel- oder Stabpüppchen oder beim Schlüpfen in alte Kostüme, sich zum Scheusal machen, klingt der Theaterbesuch aktiv und kreativ aus.
Etwas ganz Besonderes sind die Märchenabende am Lagerfeuer im Theaterhof. In einer ganz eigenen urigen Atmosphäre pflegen wir die Kunst des Erzählens.
Wir freuen uns auf dich und auf Sie.

 

Park Center am Treptower Park

Am Treptower Park 1
12435 Treptow

Behindertenplätze, Eltern & Kindplätze
Barzahlung
1001 Parkplätze
Mo-Sa                5:00-24:00 Uhr
So                      9:00-24:00 Uhr
3 Stunden          €1,00
weitere Stunde  €2,00
Tagessatz          €12,00

Rent a´ Boat Berlin

Rent a´ Boat Berlin

An der Abteibrücke
12435 Berlin
Sowjetisches Ehrenmal Treptower Park

Sowjetisches Ehrenmal Treptower Park

Am Teptower Park
12435 Berlin - Bezirk Treptow-Köpenick

Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park entstand nach der Auslobung eines Wettbewerbes zur Gestaltung einer Gedenkstätte durch den Militärrat der Gruppe der sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland.

Aus 33 Entwürfen wurde der Vorschlag eines sowjetischen "Schöpferkollektives" unter der Leitung des Architekten Jakow S. Belopolski, des Bildhauers Jewgeni W. Wutschetitsch, des Malers Alexander A. Gorpenko und der Ingenieurin Sarra S. Walerius zur Ausführung bestimmt. Noch im gleichen Jahr der Auslobung wurde mit dem Bau begonnen, so dass von Juni 1946 bis Mai 1949 der eindrucksvolle 10 ha große Ehrenfriedhof zwischen der Puschkinallee im Norden und der Straße Am Treptower Park im Süden entstand - anstelle des hippodromförmigen Spielplatzes inmitten des 1876 bis 1888 nach Plänen Gustav Meyers gestalteten Volksparks.

Die zwei Eingangsbereiche zum Ehrenmal, an der Puschkinallee und an der Straße am Treptower Park, sind mit zwei Rundbogenportalen aus Granit versehen. Die Zugangsalleen führen in den Vorhof mit der 3 Meter hohen Sitzfigur der "Mutter Heimat". Eine von Trauerbirken flankierte Promenade führt durch zwei riesige stilisierte Fahnen aus rotem Granit zum eigentlichen Ehrenhain. Zu Füßen des erhöhten Bereiches um das Fahnenmassiv liegt das Friedhofsparterre, gebildet aus fünf rechteckigen Rasenflächen. Hier wurden über 7.000 Gefallene beigesetzt. Diese Grabstätten werden von einem breiten Schmuckmosaikweg gerahmt. Zu beiden Seiten der Gemeinschaftsgräber erheben sich je acht Sarkophage aus Kalksteinblöcken, welche die damaligen 16 Unionsrepubliken symbolisieren und mit Reliefdarstellungen aus dem "Großen Vaterländischen Krieg" 1941-1945 versehen sind.

Unter dem Mausoleumshügel, als eigentlichem Zentrum der Anlage, sind weitere 200 tote Rotarmisten beigesetzt. Der Innenraum im Kuppelbau des Mausoleums ist mit einem Mosaikfries ausgekleidet, der Vertreter der 16 sowjetischen Unionsrepubliken bei der Totenehrung darstellt. Das Mausoleum wird von einer 70 Tonnen schweren Sowjetsoldaten aus Bronze mit gesenktem Schwert gekrönt. Auf seinem Arm trägt der Soldat ein gerettetes deutsches Kind und zu seinen Füßen liegt ein zerschmettertes Hakenkreuz. Ehrenhügel, Mausoleum und Standbild bilden zusammen eine Höhe von 30 Metern.

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09:00 Uhr - Zoologischer Garten Berlin
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Archenhold-Sternwarte
Alt-Treptow 1
12435 Berlin - Bezirk Treptow-Köpenick

 

 

 

 

Die Archenhold-Sternwarte – romantisch inmitten des Treptower Parks gelegen – ist die älteste und größte deutsche Volkssternwarte. Seit 1896 können hier Interessierte durch das mit 21 m längste Linsenfernrohr der Erde die Wunder des Weltalls während der Beobachtungssaison im Winter bestaunen.

In den Ausstellungsräumen bietet sich ein sehenswerter Überblick über die Gesamtgeschichte der Astronomie von ihrem frühen Anfang im alten Babylon bis zur Astronomie unserer Zeit. Moderne Zeiss-Teleskope werden für die Beobachtungsabende und bei Sonderveranstaltungen eingesetzt. Im Kleinplanetarium kann den Besuchergruppen der künstliche Sternhimmel bei jeder Witterung gezeigt und erläutert werden.

Während der Sommermonate werden regelmäßig Sonnenbeobachtungen im Sonnenphysikalischen Kabinett der Sternwarte durchgeführt. Beliebt sind die „Sternstunden für Nachtschwärmer“ in den Sommermonaten, in denen die Objekte der Sommerhimmels erläutert und beobachtet werden.

Öffentliche Führungen sind Do 20.00 Uhr, Sa und So jeweils 15.00 Uhr.
Jeden Samstag 14.00 Uhr Kinderprogramm "Als der Mond zum Schneider kam",
öffentliche Beobachtungen im Winterhalbjahr freitags, 20.00 Uhr.

Führungen für Schulklassen und Gruppen:

Mo - Fr nach Voranmeldung.
Die Sternwarte öffnet jeweils 30 min vor Beginn jeder Veranstaltung.

Voranmeldung und Informationen

Mo. - Fr. 8.00 bis 15.00 Uhr oder telefonisch unter 030-536 063 719.
 
Eintrittspreise

Besichtigung des himmelskundlichen Museums    

kostenfrei

Öffentliche Führung, Vortrag    

6,00 €, erm. 3,00 €

Beobachtungsveranstaltungen    

6,00 €, erm. 3,00 €

Sonderpreis für Schulgruppen

pro Person     2,00 €

 


Ermäßigungsberechtigt sind u.a.:

Vorschüler, Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger, Erwerbslose, Schwerbehinderte, Wehrpflichtige und Zivildienst leistende, angemeldete Gruppen ab 10 Pers. (Preis p. P.).

Inhaber eines Schülerausweises haben ab 15.00 Uhr freien Eintritt zur Besichtigung des Himmelskundlichen Museums.

Angemeldete Kindergruppen ab 10 Kindern erhalten eine Ermäßigung zum Schulklassenpreis.

Für Sonderveranstaltungen gelten besondere Preisfestlegungen.

Anfahrt mit S-Bahn und BVG:
S-Bahn S 8, S 9 bis Bf. Plänterwald oder S41, S42 bis Treptower Park.
Busse 166, 265, 365: Haltestelle Alt-Treptow

Foto: Archenhold-Sternwarte