Berliner Stadtmagazin
Foto: Stasimuseum Berlin

Stasimuseum Berlin

Büro Erich Mielkes

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Von hier aus befehligte der letzte Minister Erich Mielke bis 1989 das Ministerium für Staatssicherheit. Nach der Erstürmung des Geländes am 15. Januar 1990 wurden die Räume der Ministeretage versiegelt und konnten so bis heute im Originalzustand erhalten werden.

Der Geländekomplex des Ministeriums für Staatssicherheit

Foto: Stasimuseum Berlin

Das Ministerium für Staatssicherheit erstreckte sich auf einem etwa 20 Hektar großen Areal und war am Ende der DDR 1989 Arbeitsplatz von etwa 8.000 Mitarbeitern. Es war hermetisch von der Außenwelt abgeriegelt und wurde permanent von bewaffneten Kräften abgesichert.

 

Besucher können sich in diesem Ausstellungsteil über den historischen Geländekomplex des Ministeriums in seinen gesamten Ausmaßen, den strukturellen Aufbau des MfS sowie dessen Untergang durch die Erstürmung am 15. Januar 1990 und die daran anschließende Besetzung durch die Bürgerbewegung informieren.

Ideologie und Tradition

Foto: Stasimuseum Berlin

Die Traditionsarbeit galt im MfS als fester Bestandteil der politisch-ideologischen und erzieherischen Arbeit. Sie diente der „Pflege und Bewahrung des revolutionären und tschekistischen Erbes”, der historischen Legitimation, der internen Geschichtspropaganda und Feindbildvermittlung, der Förderung der Identifikation und nicht zuletzt auch der Motivation der Mitarbeiter und zielte insbesondere auf die Erziehung der jungen Angehörigen des MfS

 

In dieser Ausstellung zeigen wir Ihnen diverse Objekte, welche im Rahmen der Traditionsarbeit Verwendung fanden und die sich die Tschekisten zu den verschiedensten Anlässen schenkten, sowohl innerhalb des Staatssicherheitsdienstes als auch zwischen den Bruderorganen (zB KGB).

Widerstand und Opposition - Die operative Bearbeitung durch das MfS

Foto: Stasimuseum Berlin

Die Diktatur der SED durchdrang alle Lebensbereiche in der DDR, was erlaubt oder verboten war bestimmten die führenden Funktionäre. Die Durchsetzung ihres Willens erfolgte über den Parteiapparat, die Gewerkschaften, den Staatsapparat (einschließlich MfS und Polizei), die Justiz und das Bildungswesen. Schon auf kleinste Abweichungen konnte mit großer Härte reagiert werden. Gemäß der Orientierung Erich Mielkes, daß man zur Gewährleistung der staatlichen Sicherheit „alles wissen“ müsse, bediente sich das MfS nicht nur der Auswertung offener Quellen und der Arbeit mit menschlichen Quellen, sondern auch technischer Mittel der Informationsbeschaffung und Dokumentation.

Die Verfolgung durch und der Widerstand gegen die Staatsorgane in der DDR von 1945 bis 1989 wird anhand ausgewählter Beispiele dokumentiert. Neben den Auswirkungen der Arbeit der Stasi auf die Bevölkerung wird mittels ausgestellter originaler Operativtechnik des MfS auch die Arbeitsweise und Methode illustriert.

 

Abschließend soll ein kurzer Blick auf die Ereignisse, die schließlich zur Öffnung der Grenze und damit zum Untergang der DDR bis zur Wiedervereinigung Deutschlands führten, geworfen werden.

Sonderausstellung: Dissens und Nonkonformismus

Foto: Stasimuseum Berlin

Dazu zählte das Regime wegen ihrer neutralen Haltung auch die Zeugen Jehovas. Nach dem Verbot der Religionsgemeinschaft 1950 wurden tausende Glaubensangehörige inhaftiert und verurteilt. Wehrdienstverweigerer kamen zwischen 1962 und 1985 in Haftarbeitslager.

Die Ausstellung zeigt, wie die Glaubensgemeinschaft ihre Religion im Untergrund praktizierte und wie das MfS sie bis zum Ende des Bestehens der DDR "operativ" bearbeitete, um sie zu "zersetzen". Biographische Skizzen illustrieren das Leben unter Verbot.
Sie können sich die dazugehörigen Faltblätter in Deutsch und Englisch als pdf-Datei herunterladen.

Öffnungszeiten und Anschrift

Öffnungszeiten

Mo-Fr: 11.00 - 18.00 Uhr
Sa, So: 12.00 - 18.00 Uhr


Kontakt
Stasi-Museum Berlin

Ruschestraße 103, Haus 1

10365 Berlin

Telefon: (030) 553 68 54
Fax: (030) 553 68 53
eMail: info@stasimuseum.de

Weitere Informationen finden Sie HIER

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